31
Mrz
2020
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Humans4Humanity

Corona hat die Welt fest im Griff und was wir derzeit erleben, kratzt an unserem Selbstverständnis. Viel gerät ins Wanken, vieles sortiert sich neu und jeder ist irgendwie davon betroffen. Da gerät leicht aus dem Fokus, was ein paar Kilometer weiter auf den griechischen Inseln passiert. Jeannette Hagen, Gründerin und Geschäftsführerin von Kunst für Demokratie war selbst als Helferin 2016/17/18 auf Lesbos, hat mit ihrem Mann einen Hilfsgütertransport organisiert und sie beobachtet mit zunehmender Scham und mit Entsetzen, wie sich die Lage der Geflüchteten auf den griechischen Inseln von Tag zu Tag verschlechtert.

„Es zerreißt mein Herz, ansehen zu müssen, wie die Menschen dort mehr und mehr sich selbst überlassen werden. Das Essen wurde rationiert, sie dürfen nicht mehr raus, es gibt einen! Arzt für das gesamte Camp auf Lesbos. Ich könnte all die Ungerechtigkeiten, die Rechtsbrüche aufzählen, es kommen täglich neue dazu.“ so ihr Kommentar dazu.
Da wir momentan vor Ort nicht helfen können, haben wir uns entschieden, gemeinsam einer Journalistin und Fotografin eine Kampagne zu starten, die Humans4Humanity heißt und mit der wir die Bundesregierung auffordern, zu handeln und die Menschen aus den Lagern zu evakuieren. Dazu haben wir eine Webseite aufgesetzt – www.humans-4-humanity.com – auf der sich prominenten Stimmen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik versammeln, um unsere Forderung zu unterstützen.
Einige bekannte Namen sind schon dabei, so Konstantin Wecker, Gerald Hüther, Purple Schulz, Heinz Rudolf Kunze, Stephan Stoppok, der Schriftsteller Horst Eckert, die Autorin Amelie Fried, der Cartoonist Til Mette – um nur ein paar zu nennen.

Unsere Forderung lautet:

„2015 darf sich nicht wiederholen!“
… so der Tenor aus dem Kanzleramt und parteiübergreifend aus vielen Mündern. Aber: Was genau aus 2015 darf sich eigentlich nicht wiederholen?
Die beispiellose Welle der Mitmenschlichkeit und Solidarität? Die Tatsache, dass zu uns Tausende kommen, erwartungs- und hoffnungsvoll auf ein menschenwürdiges Leben, von denen die meisten heute bereits bestens eingegliedert sind?
Wir sagen:
Das Einzige, was sich nicht wiederholen darf, ist, dass Menschen zum politischen Spielball zwischen Mächten werden. An den Grenzen Europas verkaufen wir derzeit unsere grundlegenden Werte: Menschenrechte und Menschlichkeit. Das setzt fatale Signale.
Darum fordern wir die Evakuierung des Lagers Moria und der anderen Lager auf den griechischen Inseln.
Holt die Menschen dort raus! Verteilt sie auf die Länder der „Koalition der Willigen“! Jetzt!

Aber wir fordern nicht nur die Bundesregierung zum Handeln auf, sondern sammeln auch Spenden, um die Mission Lifeline zu unterstützen, die derzeit Geld sammelt, um zwei Flugzeuge zu chartern, mit denen die Menschen aus den Lagern geholt werden können. Wenn Du das unterstützen möchtest, kannst Du entweder über Paypal spenden oder über unser Spendenkonto.
Und wenn Du in der Öffentlichkeit stehst, Deine Stimme Gewicht hat und Du unsere Forderung unterzeichnen möchtest, dann schreibe eine kurze E-Mail an: kontakt@kunst-fuer-demokratie.de
VIELEN DANK!

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