Über uns

Jeannette Hagen & Thomas Mampel

Jeannette Hagen – Autorin und Coach, engagierte Humanistin, Mutter von drei Kindern, 1967 geboren in Dresden, seit 1973 in Berlin. Die Themen Freiheit, Verantwortung, Selbstwirksamkeit und Gesellschaft haben sie schon immer interessiert, sodass sie sich stets auf verschiedenen Ebenen eingebracht hat. Trotzdem war das Jahr 2015, also der Beginn der „Flüchtlingskrise“ für sie sehr aufrüttelnd. Jeannette Hagen ist als 20-jährige ein halbes Jahr vor dem Mauerfall aus der ehemaligen DDR ausgereist, war zweieinhalb Jahre den Repressalien der DDR-Diktatur ausgeliefert, konnte ihre Mutter, die schon in Westberlin war, nicht sehen und weiß, wie es sich anfühlt, fremd in einem Land zu sein – selbst wenn es nur der andere Teil von Deutschland war. Diese Erfahrung hat sie bewogen, sich noch mehr einzubringen, 2016/17 auf Eigeninitiative mehrfach als Helferin nach Griechenland zu fahren und sich vor Ort für die Geflüchteten einzusetzen. Immer, wenn sie zurück in Deutschland war, hat sie die Gleichgültigkeit, die Ignoranz gegenüber der Not dieser Menschen beschämt. Ebenso das Erstarken der Rechten, die Verschiebung von Grenzen, die Aushöhlung der Demokratie. Gleichzeitig hat sie die enorme Hilfsbereitschaft vieler Menschen und die Tatsache, dass der Fokus in der Politik und in den Medien nicht darauf, sondern auf die Probleme gerichtet wurde, berührt, sodass sie einen Weg für sich gesucht hat, dem etwas entgegenzusetzen. Eine Aktion war ein Hilfsgütertransport, Spendensammlungen sowie eine Auktion zu Gunsten von Hilfsorganisationen in Griechenland und auf dem Mittelmeer.
Empathie ist für Jeannette Hagen ein wichtiger Schlüssel und um sie zu stärken, brauchen wir ihrer Ansicht nach die Kunst. Das fängt schon in der Schule an. Darum dieses Projekt.

 

Thomas Mampel war von der Idee von Beginn an begeistert. Er ist Geschäftsführer des Stadtteilzentrums Steglitz und Gesellschafter von Kunst für Demokratie. Er steht mir mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt mich bei einzelnen Planungen und Arbeitsprozessen.

 

Alle angedachten Projekte von Kunst für Demokratie verfolgen das Ziel, Demokratie mit künstlerischen Mitteln für jeden erfahrbar zu machen. Das Gefühl der Teilhabe wird ebenso vermittelt, wie besonders bei den Jüngeren Empathie, Sinneswahrnehmungen und das Vertrauen in die Selbstwirksamkeit gestärkt werden. Wenn wir Demokratie leben wollen, brauchen wir die inneren Voraussetzungen dafür. Die Basis wird im Kindesalter gelegt, kann aber auch bei Erwachsenen immer noch gefestigt werden. Kunst öffnet Türen und Räume.

 

Kunst für Demokratie umfasst drei Säulen:
1. Förderung kultureller/politischer Bildung an Schulen und Ausbildungsstätten mittels Musik, Malerei, Theater
2. Ausstellungen, Lesungen, Theaterstücke und Veranstaltungen, die Demokratie und Menschlichkeit thematisieren.
3. Unterstützung verfolgter Künstler*innen oder geflüchteten Künstler*innen durch die Organisation von Ausstellungen.